Große Brüste, Brustverkleinerung


Makromastie, zu große Brüste, XXL-Brüste, Brustverkleinerung

Ein große Busen gilt als weiblich und attraktiv. Makromastie, zu große Brüste
Frauen mit überdurchschnittlich großen Brüsten leiden oft unter Schmerzen im Brust- und Nackenbereich, haben dauerhafte Rückenbeschwerden, fühlen sich in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt. Wenn eine Frau bis zu zwei oder sogar drei Kilo auf jeder Brustseite mich sich herumträgt, kann man sich ja gut vorstellen, wie sehr das den gesamten Körper belastet.

Oftmals kommt es durch das hohe Gewicht zu BH-Einschnürungen, die wiederum ziehende Schmerzen an den Schultern verursachen. Zudem bilden sich in den Hautfalten gern Pilzinfektionen. Das Problem tritt insbesondere bei höheren Temperaturen im Sommer auf, da Hautfalten ein Sammelbecken für Schweiß und der ideale Nährboden für Keime sind. Auch können Fehlhaltungen, die durch das Gewicht verursacht werden, zu Verschleißerscheinungen an der Brust- und Halswirbelsäle führen.

Einen passenden Büstenhalter zu finden ist oft nicht einfach. Minimizer-BHs reduzieren zwar für das Auge die Größe, doch das belastende Gewicht bleibt.

Viele Frauen mit übergroßen Brüsten klagen auch über Einschränkungen bei körperlichen Aktivitäten und Sport. Insbesondere Jogging kommt für sie oft gar nicht erst infrage.
Selbst das Schlafen wird zur Herausforderung, da der Oberkörper entsprechend gebettet werden muss.

Übergroße Brüste können nicht nur körperliche Beschwerden hervorrufen, sondern auch psychisch belasten.
Viele Betroffene haben das Gefühl, wegen ihrer Übermaße angestarrt zu werden. Dies führt häufig zu einer unbewusst verkrümmten Haltung der Brustwirbelsäule mit einem Haltungsschaden, um den Busen zu verbergen.
Bei Frauen die sich wegen ihrer Brüste unwohl fühlen, leidet zudem häufig auch das Sexualleben.

Eine außerhalb der Norm liegende Vergrößerung der weiblichen Brustdrüse (Mamma) bezeichnet man als Makromastie.

Die häufigste Form ist die lipomatöse Makromastie, bei der der Drüsenkörper weitgehend durch Fettgewebe ersetzt wird.
Eine übergroße Brust mit vermehrten Anteilen an Brustgewebe wird die Mamma-Hyperplasie genannt.

Klassifikation der Brustgröße in Europa (keine Absolutwerte):

  • eutrophe Brust (gut entwickelte) 250 bis 500 g
  • hypoplastische Brust, (unterentwickelte) < 250 g
  • große Brust > 500 g
  • Makromastie > 750 g
  • Riesenbrust, Gigantomastie ab 1,5 Kilo

Eine Gigantomastie kann beispielsweise aufgrund einer hormonellen Umstellung (z.B. Schwangerschaften) ausgelöst werden, welche die Brustdrüse zum Weiterwachsen anregt. Gigantomastie kann nur mit einer Brustverkleinerung behandelt werden kann. ​

Die Klassifikation hat nur eine relative Aussagekraft. Bei einer 1,50 Meter großen Frau mit einem Gewicht von 48 Kilogramm kann bereits ein Brustgewicht von 500 Gramm zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Entscheidender ist daher, ob Brust noch zu den Körperproportionen passt.

Man unterscheidet:

Infantile Makromastie,

Englisch: infantile breast hypertrophy, infantile macromastia, tritt bereits in der Kindheit (1-5 Jahre) auf. Eine Unterform ist die neonatale Makromastie bei Neugeborenen. Grund dafür ist meist eine unphysiologische Östrogeneinwirkung.

Pubertätsmakromastie,

die meisten Überentwicklungen der Brust treten während der Pubertät

Symptomatische Makromastie,

eine Form der Makromastie bei der sich die Brüste als Symptom einer anderen Erkrankung vergrößern

Graviditätsmakromastie,

die physiologische Vergrößerung der weiblichen Brüste zum Ende der Schwangerschaft.

Die juvenile Mammahyperplasie bei jungen Frauen.

Man versteht darunter das übermäßige Wachstum der Brüste bei heranwachsenden Mädchen. Wegen der Seltenheit der Erkrankung gibt es keine verbindlichen Behandlungsmethoden.

Die häufigste Behandlung ist eine Reduktionsplastik der Brust, trotz einer gewissen Gefahr des erneuten Auftretens eines weiteren Brustwachstums. Sicherer scheint die komplette Entfernung der Drüsenkörpers (subcutane Mastektomie) zu sein. Dieser Eingriff führt aber zu weniger befriedigenden kosmetischen Ergebnissen. Eine Nachbehandlung mit Tamoxifen scheint die Rezidivrate zu senken.

Ursachen für große Brüste

Die Ursachen für Riesenbrüste sind vielfältig. Oftmals liegt eine erbliche Veranlagung zugrunde. Doch auch durch starkes Übergewicht wächst der Fettanteil der Brüste, woraus eine Makromastie entstehen kann. In einigen Fällen sind große Brüste auch durch die hormonellen Umstellungen in der Pubertät bedingt und können sich im Anschluss wieder normalisieren. Eine besondere Form ist die Makromastie mit der Schwangerschaft. Durch hormonelle Veränderungen wird ein Brustdrüsenwachstum in Gang gesetzt, das sich auch nach der Schwangerschaft nicht mehr zurückbildet.

Brustkrebs Risiko durch großen Bussen

Ein großer Busen ist schwieriger zu untersuchen. Schon bei der Selbstuntersuchung, bei regelmäßige Abtasten ist bei einem großen Busen schwieriger einen Knoten zu finden.

Auch bei der Mammographie ist es schwieriger einen Knoten zu entdecken, da das Gewebe dichter ist als bei einem kleineren Busen.

Brustverkleinerung

Um die Beschwerden zu lindern, kann die Brust durch operatives Entfernung von Drüsen- und Fettgewebe sowie von überschüssiger Haut verkleinert werden. Es entsteht eine leichtere und festere Brust, die besser zum Körper passt. Es gibt mehrere Operationstechniken, die sich nach der Größe der Brust und nach dem Gesamtbild der Patientin richten. Besonders bewährt haben sich bei der Brustverkleinerung Methoden wie der L-Schnitt, die Strömbeck-Methode, das Benelli-Verfahren und die Brustverkleinerung nach Hall Findlay.

Bei kleineren Brüsten kann mit der Lejour-Technik operiert werden, durch die Drüsengewebe im unteren Bereich der Brust entfernt wird. Die zumeist kurzen und unauffälligen Narben verlaufen um den Warzenhof herum und enden in einer senkrechten Linie unterhalb der Brust.

Eine Brustverkleinerung ist grundsätzlich bei jeder Frau möglich, so lange keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Die besten Ergebnisse erzielen Chirurgen jedoch bei Frauen mit guter Hautelastizität und ausreichend viel Brust-/ Fettgewebe erreicht.

Je weiter die vorhandene Brust von der gewünschten Idealform entfernt ist, desto aufwändiger und langwieriger ist die Brustverkleinerung, weil sie dann ggf. mit einer Bruststraffung oder mit dem Einsatz von Implantaten verbunden werden muss.

Die erreichbare Brustform ist von den individuellen körperlichen Voraussetzungen abhängig. Auch die Wirkung der Schwerkraft kann der Eingriff natürlich nicht dauerhaft aufheben, deshalb kann eine verkleinerte oder gestraffte Brust im Laufe der Jahre ihre schöne Form wieder verlieren und einen Nachfolgeeingriff erforderlich machen.

Brustverkleinerung Lejour-Technik.

Diese Operationstechnik zur Brustverkleinerung hat die belgische Chirurgin Madeleine Lejour entwickelt. Ziel der Lejour-Technik ist eine möglichst narbenfreie Brust nach der Operation.
Der Schnitt wird zunächst halbrund um die Brustwarze und dann senkrecht hinunter zur Brustumschlagsfalte geführt. Anders als bei der traditionellen T-Schnittführung wird dann aber kein waagerechter Schnitt mehr in der Umschlagsfalte gemacht.
Sobald die Brust geöffnet ist, kann überschüssiges Fett- und Brustgewebe entfernt werden, wobei der Brustwarzenstiel in der Regel unangetastet bleibt, um Tastempfinden und Stillfähigkeit nicht zu beeinträchtigen.
Mit der Lejour-Technik ist es für den Arzt etwas schwieriger die Brust in die gewünschte Form zu bringen, es entstehen aber deutlich weniger Narben im Vergleich zu anderen Operationsmethoden.

Brustverkleinerung mit traditioneller T-Schnittführung

Die klassische Operationstechnik bei der Brustverkleinerung ist der Schnitt in Form eines umgekehrten T’s: vom halbrunden Schnitt um den Brustwarzenhof senkrecht hinunter, verbunden mit einem waagerechten Schnitt in der Brustumschlagsfalte.
Diese Technik eignet sich besonders gut bei sehr großen, flachen und hängenden Brüsten, denn durch den waagerechten Schnitt kann die Brustbasis und die neue Brustform sehr gut modelliert werden.
Nach dem Schnitt entfernt der Chirurg überschüssiges Brust- und Hautgewebe, verkleinert den Warzenhof und setzt ihn mit der Brustwarze ein Stück nach oben. Großer Nachteil dieser Technik sind die deutlich größeren Narben die durch die längeren Schnitte entstehen.

Benelli Technik zur Brustverkleinerung

Bei der sog. Benelli-Technik wird der Schnitt nur um die Brustwarze herum geführt und von dort überschüssiges Brustgewebe entnommen.
Auch mit dieser Operationsmethode kann die Brustwarze verkleinert und nach oben gesetzt werden – insgesamt sind die Modellierungsmöglichkeiten aber begrenzt. Die Benelli-Technik wird der Chirurg deshalb nur dann anwenden, wenn das Brustvolumen nur geringfügig reduziert werden soll, die Brustform ansonsten aber in Ordnung ist.

Narbenschonende Quill-Fäden bei der Brustverkleinerung

Bei der Brustverkleinerung sollen die Narben möglichst klein und unauffällig bleiben.
Das sog. “Quill™ Self-Retaining System” (SRS) ist eine Innovation aus den USA und bezeichnet sehr dünne Fäden mit kleinsten Wiederhaken die sich selbst im Gewebe verankern.
Die Spannung auf die Wundränder wird dadurch besser verteilt und es entstehen nur sehr feine, kaum sichtbare Narben. Außerdem kann bei den Quill-Fäden auf das Verknoten der einzelnen Faden-Enden verzichtet werden, was die Operationsdauer deutlich verkürzt und den Heilungsprozess erleichtert.

Eine Brustverkleinerung wird in der Regel stationär durchgeführt und kann zwischen zweieinhalb und vier Stunden dauern. Da es sich bei allen angewandten Methoden stets um einen chirurgischen Eingriff handelt, sind Komplikationen während oder nach der Behandlung nicht völlig auszuschließen. Allerdings gelten bei einer Brustverkleinerung Risiken generell als minimal. Zu den häufigsten Begleiterscheinungen gehören Blutergüsse und Schwellungen, die jedoch meist schon nach wenigen Tagen abheilen. In seltenen Fällen kann es zu Wundheilungsstörungen, zu länger anhaltenden Rötungen bzw. Verdickungen oder zu vorübergehenden Sensibilitätsstörungen an Haut und Brustwarze kommen.

Stillen nach einer Brustverkleinerung

Eine Brustverkleinerung hat in der Regel keine Auswirkungen auf die Empfindlichkeit oder die Stillfähigkeit Ihrer Brust. Dennoch sollten Sie eine Brustverkleinerung erst dann in Erwägung ziehen, wenn Ihre Familienplanung abgeschlossen ist.
Eine Schwangerschaft oder starke Gewichtsschwankungen haben große Auswirkungen auf das Aussehen Ihrer Brüste, die den Erfolg einer Brustverkleinerung oder Bruststraffung wieder rückgängig können.

Brustverkleinerung, Krankenkasse Kostenübernahme

Bei manchen Patientinnen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Brustverkleinerung, jedoch längst nicht bei allen. “Da Brustverkleinerungen oft in Kombination mit Bruststraffungen gewünscht werden, sind in vielen Fällen die Grenzen zwischen medizinisch notwenigen und ästhetischen Motiven fließend”, Tipp: Lassen Sie sich in jedem Fall von Ihrem Arzt Ihre Beschwerden und die Notwendigkeit zu einer Brustverkleinerung bescheinigen. So haben Sie bessere Chancen, dass Ihre Krankenkasse einen Antrag genehmigt. Da jeder Fall individuell verschieden ist, sollten sich Betroffen ausführlich bei ihrer Krankenkasse beraten lassen. Diese informiert auch über spezielle Therapiezentren für Makro- und Gynäkomastie.

Kosten für eine Brustverkleinerung

Im Allgemeinen liegen in Deutschland die Kosten für eine Brustverkleinerung zwischen 4.000 EUR und 7.000 EUR – je nach operativem Aufwand und Klinikstandard. Kostenbestandteile einer Brustverkleinerung sind:

  • Leistungen im Vorfeld (Vorgespräche, Beratungen, körperliche Untersuchungen, Laborkosten)
  • Operation (Kosten für OP-Saal, Apparatur und Geräte, Honorar für Chirurg, Anästhesist und OP-Team, erforderliche Medikamente)
  • Nachsorge (Nachuntersuchungen, ggf. Klinikaufenthalt, Materialien wie spezielle Stütz-BHs)

Die Kosten sind abhängig von dem Reduktionsgewicht, vor der Methode, ob im wesentlichen Fett oder auch Drüsengewebe entfernt wird, ob die Brustwarze versetzt werden muss oder ob die Haut zusätzlich gestrafft werden muss.
Jeder Eingriff muss individuell berechnet werden.
Hinzu kommt, dass jeder Arzt unterschiedlich kalkuliert und unterschiedliche Servicebestandteile in seinen Kostenvoranschlag integriert.

Es ist wichtig sich verschiedene Angebote einzuholen und die Preise sorgfältig vergleichen.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass die Krankenkasse die Kosten für eine Brustverkleinerung übernimmt – vorausgesetzt, es liegt eine medizinische Indikation vor.
Das gilt nach Ansicht einiger Kostenträger für Brüste, die um zwei Körbchengrößen bzw. um mindestens 500g pro Seite verkleinert werden müssen, oder bei denen eine deutliche Fehlbildung oder Asymmetrie vorliegt. Wird ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse eingereicht, entscheidet in jedem Einzelfall ein Gutachter des Medizinischen Dienstes, ob der Eingriff tatsächlich medizinisch notwendig ist.

Für die Kostenübernahme reichen Beschwerden allein oder eine Bescheinigung Ihres behandelnden Arztes nicht aus. Vor einer Brustverkleinerung müssen Krankenkasse, medizinischer Dienst und Fachärzte einhellig die Notwendigkeit bestätigen.

Risiken bei der Brustverkleinerung

Komplikationen bei diesem Eingriff sind sehr selten, können aber wie bei jeder Operation, nicht völlig ausgeschlossen werden.
Die größten Risiken sind:

Größtes Risiko: ein unqualifizierter/ unerfahrener Arzt

Jeder Hausarzt könnte sich theoretisch “Schönheitschirurg” nennen. Nur ein “Facharzt für plastische Chirurgie” muss 600 Operationen als Assistenzarzt nachweisen bevor er Eingriffe selbst durchführen darf – auf diese Erfahrung des Arztes kommt es an, um Risiken zu minimieren.

Medikamentenunverträglichkeiten und Allergien

Neben den bekannten allgemeinen Risiken der Narkose (u.a. Störungen des Herz-/ Kreislaufsystems, Unverträglichkeit des Narkosemittels, Rückfluss der Magenflüssigkeit) sind es Allergien gegen Medikamente, Pflaster, Salben oder Wasch- und Desinfektionsmittel, die bei der Brustverkleinerung zu Komplikationen führen können.
Schmerzmittel die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin), verdünnen das Blut und verzögern die Blutgerinnung.

Entzündungen/ Durchblutungsstörungen

In Einzelfällen dauert es viele Monate bis Rötungen, Schwellungen und Blutergüsse vollständig verschwunden sind. In seltenen Fällen kann es zudem während des Heilungsprozesses zu Entzündungen kommen, die zu unschönen Narben führen können. Generell sollten Sie darauf achten, die entstandenen Narben in der Heilungsphase keinem direkten UV-Licht (egal ob Sonne oder Solarium) auszusetzen.

Besonders Raucher sind vom Risiko für Entzüdungen und Durchblutungsstörungen durch die gesundheitsschädliche Wirkung des Zigarettenrauchs betroffen. Raucher sollten deshalb mindestens zwei Wochen vor der Operation keine Zigarette mehr rauchen.

Hohes Risiko bei Gerinnungsstörungen

Wenn Sie Medikamente gegen Gerinnungsstörungen nehmen, sollten Sie keine Schönheitsoperation in Erwägung ziehen, die Schnitte ins Haut- und Fettgewebe erfordern, wie sie bei einer Brustverkleinerung unvermeidlich sind – das Risiko wäre einfach zu groß. Auftretende Blutungen während der Operation könnten möglicherweise nicht gestillt und damit lebensbedrohlich werden.

Wenn Sie in der Vergangenheit auffällig häufig blaue Flecken hatten oder sich an Schnitt- oder Schürfwunden erinnern, deren Blutung sich nicht stoppen ließ, sollten Sie Ihr Blut vor einer Operation auf eine eventuelle Gerinnungsstörung untersuchen lassen. Sprechen Sie mit Ihrem plastischen Chirurgen darüber.

 


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