Entwicklung und Veränderung der Brust


Entwicklung und Veränderungen der Brust

Das Wachstum und Entwicklung der Brust beginnt im Durchschnitt mit etwa 10 Jahren und dauert ungefähr 4 Jahre.

Das Wachstum kann aber auch schon bei Achtjährigen beginnen (das ist heute keine Seltenheit mehr) oder bis ins 19. Lebensjahr andauern, was auch völlig normal ist.

Die fünf Entwicklungsphasen der Brüste:

  1. Vorpubertät: die Brüste sind noch flach und die Brustwarze ist nur eine kleine Erhebung.
  2. Beginn der Pubertät: die Brustdrüsen mit dem darunter liegenden Milchdrüsen- und Fettgewebe entwickeln sich und bilden den ersten Ansatz der Brust.
    Das Gewebe fühlt sich knubbelig, der Busen wird meistens knotig und fest.
    Es kommt manchmal vor, dass eine milchig-klare Flüssigkeit (einige Tropfen Muttermilch, die vom Milchdrüsengewebe abgegeben werden) aus den Brustwarzen austritt, die beim Trocknen eine weißliche Kruste hinterlässt.
  3. Die Brustwarze färbt sich dunkel. Es gibt sehr viele verschiedene Formen von Brustwarzen.
  4. Die Umrandung der Brustwarze, der so genannte Warzenvorhof, bildet eine eigene Erhebung.
  5. Die Umrandung der Brustwarzen schwillt wieder ab, kann aber bei manchen Frauen auch weiter bestehen bleiben.

Die Milchdrüsensind spezialisierte Schweißdrüsen, die die Muttermilch produzieren. Zwischen 15 und 20 Milchgänge enden in einer weiblichen Brustwarze – egal wie groß die Brust ist oder welche Form sie hat.

Das Wachstum und Entwicklung der Brüste lässt sich nicht beeinflussen. Das gilt sowohl für die Schnelligkeit des Wachstums, als auch für ihre endgültige Form und Größe. Wie sich die Brüste einer Frau entwickeln, ist bereits in ihren Genen.
Form und Größe sind bereits durch die Gene der Eltern festgelegt.

Jede Brust ist einzigartig. Alle Frauen haben ihren ganz persönlichen Busen, der zu ihr gehört wie ihr Fingerabdruck.
Ungleiches Wachstum!

Meistens wächst eine Brust etwas schneller als die andere. Starke Größenunterschiede gleichen sich etwa bis zum 17./18. Lebensjahr weitgehend wieder aus.

Genau gleich groß werden sie aber nie sein. Leichte Größenunterschiede sind ganz normal.

Bei nichtstillenden Frauen macht das Fettgewebe etwa 80 Prozent der weiblichen Brust aus und bestimmt Form und Größe der Brust.

Bei der geschlechtsreifen Frau unterliegt die Brust zudem hormonellen Veränderungen im Rahmen des Menstruationszyklus, die sich bei einigen Frauen spürbar auf Größe und Form der Brust auswirken können. Vor und während der Regel sammelt sich durch die hormonelle Umstellung im Körper Wasser im Bindegewebe der Brust. Dadurch schwillt dein Busen vorübergehend etwas an.
Es kann kurzfristig ein unangenehmes Spannungsgefühl in den Brüsten entstehen, das mit dem Beginn der Blutung wieder verschwindet.

 

Entwicklung der Brust bis zu MenopauseEntwicklung der Brust:

a: Pubertät
b: Erwachsene
c: Schwangerschaft
d: Stillzeit
e: Menopause

 

Reifung der Brust, nach Tanner

Erfolgt in mehreren Stufen:

Reifung der Brust, nach Tanner

  1. Pubertät, die Nippel sind leicht angefärbt, keine tastbare Drüsengewebe
  2. Die Stufe der Knospe, Brust und Brustwarze leicht über dem Niveau der Brust angehoben, in der Form einer Rundung, leichte Vergrösserung von Warzenhof
  3. weitere Vergrösserung und Rundung der Brust und Brustwarze, vergrösserte Warzenhof, eine Zunahme in der Intensität der Pigmentierung, ohne klare Abgrenzung der Konturen der Brustwarze und den Warzenhof
  4. Die Brustwarze und Warzenhof werden abstehend, eine weitere Vergrösserung des Durchmessers von Warzenhofs, erhöhte Intensität der Pigmentierung
  5. typisch für Erwachsenenalter – Der Warzenhof ähnelt sich der restlichen Brust, die Brustwarze steht hervor.

Die sexuelle Entwicklung eines Mädchen, Pubertät, darunter Brust kann zeitlich sehr unterschiedlich verlaufen. Sie kann 8-16 Jahre dauern. Der Übergang von Stufe 2 Entwicklung der Brustbis bis Stufe 5 dauert 1,5 bis 8 Jahren.

Brust Abtastung

Wer seine Brust zum ersten Mal abtastet, erschrickt vielleicht, weil sich das Gewebe viel knubbeliger anfühlt als erwartet. Besonders junge Frauen haben oft einen knotigen, festen Busen. Mit zunehmendem Alter ersetzt der Körper das Drüsengewebe nach und nach durch Fettgewebe. Deshalb ist die Brust nach den Wechseljahren in der Regel weicher.

Nicht alle Bereiche einer Brust sind gleich aufgebaut. Im oberen und äußeren Viertel der Brust ist das Drüsengewebe dichter, weshalb sich die Strukturen hier besonders körnig und knotig anfühlen. In diesem Bereich entsteht auch Brustkrebs am häufigsten. Auch der Bereich um die Brustwarze ist nicht gleichmäßig ausgebildet. Veränderungen in der individuellen „Drüsenlandschaft“ können Sie daher besser einordnen, wenn Sie mit Ihrer Brust gut vertraut sind – und das lässt sich nur durch regelmäßiges Abtasten erreichen.

Veränderung der Brust bei Schwangerschaft

Mit dem Beginn der Schwangerschaft fängt der Brustdrüsenkörper stark zu wachsen, die Brüste werden voller und zarter. Es kann sein, dass durch das Dehneffekt die Haut fängt an zu jucken.

Die Brusthaut dehnt sich durch die Schwangerschaft, unabhängig davon, ob nun gestillt wird oder nicht. Das heißt auch, dass der Stillvorgang kaum einen Einfluss darauf hat, ob die Brust nach dem Abstillen erschlafft oder nicht.

Auch die Durchblutung der Brust wird vom Körper stark erhöht, weil hier für das spätere Stillen „mit viel Arbeit gerechnet” werden muss. Sogar die Brustwarzen dehnen sich mit und werden etwas „tellerartig” größer.

Ab der 16. Woche werden die Brustwarzen und der Brustwarzenhof (das dunklere Gebiet um die Brustwarzen herum) sichtbar dunkler. Die Brustwarzen werden mehr hervortreten und die kleinen Drüsen auf dem Brustwarzenhof – auch unter dem Namen Montgomery Drüsen bekannt – werden sich vergrößern und ähnlich wie Gänsehaut aussehen.

Nach der Schwangerschaft und Stillzeit wird der für die Stillzeit hormonell vergrößerte Brustdrüsenkörper zurückgebildet. Es ist ganz normal, dass der Drüsenkörper danach sogar noch kleiner wird, als er vor der Schwangerschaft war. Man nennt diesen unbeliebten Schrumpfungsvorgang der Brust nach dem Abstillen medizinisch „Involutionsatrophie” der Brust. Die Involutionsatrophie tritt mehr oder weniger ausgeprägt praktisch bei jeder Frau nach der Schwangerschaft und Stillzeit auf.
Das äußere Erscheinungsbild der weiblichen Brust ist individuell sehr verschieden. Das liegt vor allem an Unterschieden im Fettgewebsanteil, aber auch am Alter der Frau: Das Bindegewebe der weiblichen Brust verliert mit zunehmendem Alter der Frau an Festigkeit und der Busen wird besonders bei großem Busen zu Hängebrust.
Die Brust erscheint dann meist wie entleert, schlaff, hängend und die Brustwarze wird tiefer. Der pralle Dekolleté gibt es oft nicht mehr.

In den Wechseljahren beziehungsweise nach der Menopause, also der letzten Regelblutung, stellt der Körper der Frau die Produktion von weiblichen Sexualhormonen nach und nach ein. Als Folge davon bildet sich das Drüsengewebe zurück und die Brust wird kleiner.

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In den Brustwarzen enden besonders sensible Nerven. Werden die Brüste zart berührt oder gesaugt, erweckt das meist schöne Gefühle. Je nach Stimmung kann das sehr erregend sein. Dabei ziehen sich die kleinen Muskelfasern der Brustspitzen zusammen. Die Brustwarze wird kleiner und richtet sich auf. Bei Angst, Aufregung oder Kälte passiert das übrigens auch.

Bei einigen treten die Brustspitzen (Nippel) auch bei Kälte oder Erregung nicht hervor. Das ist normal.

Die Pille kann den Busen vorübergehend größer machen.
Bei manchen Mädchen wird durch die Hormone der Pille vorübergehend mehr Wasser im Brustgewebe eingelagert. Dadurch wirken sie etwas größer. Doch dieser Effekt lässt wieder nach, wenn diese Mädchen die Pille wieder absetzen.

Schlupfwarzen

Die Brustwarzen können auch nach innen gehen.
Das sind so genannte Schlupfwarzen – eine eher seltene aber ganz normale Variation der Brustwarzen.
Eine Brustvergrößerung ist erst ab etwa 18 Jahren möglich, wenn dein Busen ausgewachsen ist.

Auch bei fast jedem Mann wachsen im Laufe des Alterns Brüste.

Das Wachsen der Brüste ist eine völlig natürliche Folge des Alterns, sagt der Andrologie-Professor Wolfgang Schulze vom Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf: Die Fettmasse nehme bei Männern mit den Jahren zu. „Im Fettgewebe wird das männliche Geschlechtshormon Testosteron in das weibliche Hormon Östradiol umgewandelt.“ Weil ältere Männer einen höheren Körperfettanteil haben als junge, zirkuliert in ihrem Blut mehr Östradiol, was dazu führt, dass ihre Brüste verweiblichen. Rings um die Brustwarzen bildet sich vermehrt Fettgewebe und die Brustdrüsen vergrößern sich. „Ab einem Alter von etwa 50 Jahren entwickelt fast jeder Mann eine Brust“, sagt Schulze. Allein die Größe des Männerbusens sei Veranlagungssache. Bei besonders kräftigen und übergewichtigen Männern sei die Brustbildung extremer und setze oft schon früher ein. Selbst wenn sie sehr sportlich sind: „Nehmen Sie zum Beispiel Sumoringer: Die haben doch alle Körbchengröße C.“

Gynäkomastie

Die ein- oder doppelseitige Vergrößerung der männlichen Brustdrüse wird als Gynäkomastie bezeichnet. Siehe => Gynäkomastie

Aufgrund einer transplazentaren Passage von Östrogen ist bei über 60 Prozent der Neugeborenen eine Brustdrüsenvergrößerung nachweisbar.
In der Pubertät schwellen bei ca. 50-60 Prozent der Jungen meist Busen Jugentlichevorrübergehend die Brustdrüsen an. Diese Pupertätsmakromastie, ebenfalls häufig als Gynäkomastie bezeichnet, bildet sich spontan innerhalb ein bis zwei Jahre wieder zurück. Laut Mitteilungen treten in der erwachsenen Normalpopulation ca. 30 Prozent meist geringere Befunde auf, im Senium bei über 60% überwiegend Pseudogynäkomastien (Lipomastie).

 


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