Brustvergrösserung


Die Brustvergrößerung, auch Mammaaugmentation genannt

ist nach der Fettabsaugung der weltweit häufigste ästhetische Eingriff.Brustvergrösserung, Brust-Implantat

Das Resultat nennt man umgangssprachlich Silikonbusen, da die meisten Implantate aus Silikon sind.

In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Brustvergrößerungen vorgenommen, wobei lt. Implantatherstellern jährlich 30.000 bis 45.000 Brustimplantate in Deutschland verkauft werden. Das durchschnittliche Alter der Patientinnen sinkt von Jahr zu Jahr kontinuierlich. Im Jahr 2010 waren es 68 % Frauen unter 25 Jahre, davon 9 % sogar unter 18 Jahre. Das durchschnittliche Volumen war insgesamt 495cc, bei jüngeren Frauen (unter 25 J.) 510cc.

Brustvergrößerung ist die beliebteste Schönheitsoperation

Auch mehrere Jahre nach dem Skandal um gesundheitsschädliche Implantate  ist die Brustvergrößerung bei Frauen in Deutschland weiterhin die beliebteste Schönheitsoperation. 
2010 wurde entdeckt, dass Firma Poly Implant Prothèse (PIP) jahrelang Brustimplantate aus billigem, nicht für Medizinprodukte zugelassenem Industriesilikon geliefert hat

Die erste dokumentierte operative Brustvergrößerung wurde im Jahr 1895 durchgeführt.

Die Gründe für die Brustvergrößerung sind vielfältig: Brüste, die von Natur aus nur wenig oder auch unterschiedlich stark entwickelt sind entsprechen selten dem eigenen Schönheitsideal.

Viele Frauen wollen sich auch nicht damit abfinden, dass sich ihre Brustform verändert hat, wie das nach einer Schwangerschaft, nach starkem Gewichtsverlust oder einfach altersbedingt der Fall sein kann. Mit einem Brustimplantat erhalten Sie nicht nur Ihren Traumbusen, sondern auch oft einen Schub für Ihr Selbstbewusstsein.

Die Entscheidung für ein Brustimplantat erfolgt fast immer aus ästhetischen Gründen und ist generell keine Frage des Alters; allerdings sollte das Körperwachstum abgeschlossen sein.

In deutschen Kliniken ist es Standard, ausschließlich Premium-Implantate führender Hersteller mit lebenslanger Herstellergarantie zu verwenden.

Brustimplantate können chirurgisch mit Hilfe von drei unterschiedlichen Einschnitten eingesetzt werden.

Je nach individueller Voraussetzung können die Implantate entweder in der Brustumschlagfalte, über die Achselhöhle oder durch den Warzenvorhof eingebracht werden. Nicht jede Art von Einschnitt und Implantationsmöglichkeit eignet sich für alle Frauen.

Alle Implantationsmöglichkeiten gestatten:

  • sehr feine Narbenbildung
  • individuelle Formgebung und Größenbestimmung
  • nahezu risikoloser Eingriff.

Zum Beispiel wird bei der periareolaren Methode durch einen Minimalschnitt (2-3cm) der Brustwarzenvorhof geöffnet und das Implantat eingebracht. In diesem Areal ist aufgrund der unregelmäßigen Pigmentierung der Brustwarze eine Narbe so gut wie unsichtbar.

Sensibilität und Stillfähigkeit bleiben nach dem Eingriff erhalten. Der Eingriff wird in Narkose oder im Dämmerschlaf mit zusätzlicher örtlicher Betäubung durchgeführt. Um größtmögliche Sicherheit zu bieten, wird die Operation unter ständiger Aufsicht eines Facharztes für Anästhesie durchgeführt.

Informationen über Brustaufbau nach Brustentfernung lesen Sie hier: => Brustaufbau

Kosten der Brustvergrößerung

Die Kosten einer Schönheitsoperation werden in der Regel von den Krankenkassen nicht übernommen. Wir bieten Ihnen gerne die Möglichkeit einer Finanzierung an.

Die Kosten für eine Brustvergrößerung setzen sich erfahrungsgemäß aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

Vor dem Eingriff:

  • Beratungsgespräch inkl. Voruntersuchung

Operation:

  • OP-Saal und Technik, Anästhesist,
  • Plastischer Chirurg, OP-Team,
  • Brustvergrößerung mit MarkenimplantatNach der

Operation:

  • Klinikaufenthalt (mind. 1 Nacht),
  • Spezial-BH mit Stützfunktion,
  • Medizinische Nachsorge (2-3 Termine)

Brustimplantate gibt es in zwei gängigen Formen:

Runde Implantate

Der obere Anteil der Brust wird wie bei einem push-up-BH nach oben gewölbt. Dadurch sieht die Brust besonders voll und “sexy” aus. Im unbekleideten Zustand lässt sich jedoch häufig der Einsatz eines Brustimplantates erahnen.

Anatomische Implantate

Diese Implantate haben die Form eines Tropfens. Das heißt, der obere Teil ist weniger gefüllt als der untere. Dadurch folgt das Brustimplantat besser den naturgegebenen Linien des Körpers und die Brust sieht insgesamt natürlicher aus.

Methoden einer Brustvergrößerung

Brustvergrößerung mit Implantaten

Um das Implantat in der Brust zu platzieren, muss im Vorfeld über den Zugangsweg und die genaue Lage des Implantates entschieden werden.

Der Zugang kann entweder in der natürlichen Hautfalte unter der Brust, rund um die Brustwarze oder in der Achselhöhle erfolgen. Welche Technik gewählt wird, richtet sich vor allem nach Form und Größe der Brust, dem Warzenvorhof sowie nach Größe und Material des gewählten Implantates.

Durch einen kleinen Schnitt schafft der Chirurg einen Hohlraum, in den er das Implantat einsetzt. Das Brustimplantat kann dabei – je nach Brustform und -größe sowie nach Beschaffenheit des Drüsen- und Weichteilgewebes – entweder über oder unter dem Brustmuskel platziert werden.

Zugang in der Falte unterhalb der Brust (inframammär)

Über eine drei bis vier cm lange Öffnung in der Brustfalte unter dem Busen (später im Liegen leicht sichtbar) kann das Implantat einfach und sicher unter oder über den Muskel geschoben werden.

Zugang über die Achsel (axillär)

Bei dieser Technik tunnelt der Chirurg durch einen ca. drei cm langen Schnitt in der Achselhöhle einen Minitrichter bis zur Brust. Durch die Öffnung führt er das Implantat ein und platziert es auf oder unter dem Muskel. Dieser Zugangsweg ist für den Chirurgen weniger übersichtlich, ermöglicht aber kaum sichtbare Schnitte.

Zugang über die Brustwarze (periareolär)

Durch einen halbmondförmigen Schnitt um den Brustwarzenhof herum wird das Implantat in eine präparierte Tasche (meistens auf dem Brustmuskel) platziert. Diese Methode eignet sich nur bei kleinen Implantaten oder leeren Kissen, die nachträglich gefüllt werden. Der Eingriff ist vergleichsweise schwierig, bringt jedoch den großen Vorteil mit sich, dass die entstehende Narbe weitgehend unsichtbar bleibt.

Der Zugang in der Falte unterhalb der Brust ist derzeit die gängigste Behandlungsmethode bei Brustvergrößerungen.

Alternative Methoden zur Brustvergrößerung

Neben Brustimplantaten gibt es weitere Methoden, die ohne klassische Operation auskommen. Bewährt haben sich hierbei vor allem die Behandlung mit Eigenfett und der Einsatz einer speziellen Hyaluronsäure.

Brustvergrößerung mit Eigenfett

Ein Volumenaufbau mit körpereigenen Fettzellen kommt seit Jahrzehnten für die Behandlung kleinerer Körperpartien und seit den 1990er Jahren auch für die Brustvergrößerung zum Einsatz. Seitdem konnten die Ergebnisse sowohl in ästhetischer als auch medizinischer Hinsicht deutlich verbessert werden, auch wenn die Forschung auf diesem Gebiet noch nicht abgeschlossen ist.

Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett wird körpereigenes Fett entnommen und direkt unter die Brusthaut injiziert. Neueste Forschungen ermöglichen außerdem die Beimischung von Stammzellen, die dafür sorgen soll, dass die eingebrachte Lösung in kurzer Zeit neue Blutgefäße bildet und sicher in das Gewebe einwächst. Dadurch kann ein zuverlässiger und dauerhafter Volumenaufbau erreicht werden. Diese minimal-invasive Methode eignet sich beispielswiese für den Aufbau kleiner Brüste und die Modellierung hängender oder asymmetrischer Brüste.

Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure

Als besonders risikoarm und schonend gilt die Brustvergrößerung mit einer speziell entwickelten Hyaluronsäure. Diese Substanz, ein gelartiger Gewebefüller, ist der körpereigenen Hyaluronsäure sehr ähnlich und damit äußerst verträglich und bietet gleichzeitig eine maximale Verweildauer im Körper.

Das Hyaluronsäure-Gel wird direkt an der gewünschten Stelle injiziert und sorgt dort für einen lang anhaltenden Volumenaufbau. Dadurch können Brüste um etwa eine Körbchengröße vergrößert und gleichzeitig gestrafft werden. Um das Ergebnis dauerhaft zu erhalten, sollte in bestimmten Abständen Hyauronsäure nachgespritzt werden.

 

Zusätzliche Infos über die Brustvergrösserung mit einem Implantat

1) Die meisten Frauen, die eine Brustvergrösserung mit Implantaten machen lassen, gehen bereits wenige Tage nach dem Eingriff wieder zur Arbeit.

Leichte Bewegung wird sogar ausdrücklich empfohlen, weil man dadurch weniger Entzündungen hat. Mit exzessiver Bewegung hingegen sollte frühestens nach zwei Wochen wieder begonnen werden.

Bezüglich der Narben ist es so, dass die Implantate über kleine Schnitte (ca. 3 bis 4 cm lang) unterhalb der Brust, in der Achselgegend oder am Alveolenrand eingeführt werden. Von Fall zu Fall wird man das Implantat auch endoskopisch einlegen, was zu noch kleinerer Narbenbildung führt.

2) Es gibt mehrere Studien, die den Zusammenhang zwischen Brusterkrankungen (z.B. Brustkrebs) und Brustimplantaten untersucht haben. Bislang ohne einen solchen gefunden zu haben.

Natürlich gibt es Komplikationen, die direkt mit dem Implantat in Zusammenhang stehen, wie Kapselfibrose oder sonstige lokale Komplikationen.

Aber das bedeutet nicht, dass Implantate systemische Erkrankungen hervorrufen können.

3) Implantate erschweren die Entdeckung von Tumoren bei einer Mammographie.

Es kann schwieriger sein, eine Mammographie durchzuführen oder zu beurteilen, wenn die Frau Implantate trägt.

4) Es kann zu einer Verminderung der Berührungssensitiviät kommen.

5) Nach einer Brustvergrösserung ist sehr wichtig regelmässige Vorsorgeuntersuchungen zu machen, weil die Selbstuntersuchung durch das Implantat beeinträchtig sein kann.

6) Die heutigen Implantate haben in der Regel eine lebenslange Garantie und werden nur noch bei Komplikationen ausgewechselt.


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