Krankheiten der Brust


Brust Krankheiten, Knoten in der Brust, Brustkrebs,

Gutartig oder bösartig ?

Ob eine Veränderung gutartig oder bösartig ist kann nur eine Gewebeprobe (Biopsie) endgültige klären. Die Standardmethode zur Gewebeentnahme ist die Stanzbiopsie. Die Untersuchung wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und verursacht kaum Schmerzen. Die Gewebeproben müssen dann von einem Spezialisten für Gewebe- und Zelluntersuchungen (Pathologen) mikroskopisch beurteilt werden. Findet er Krebszellen, gilt die Diagnose Brustkrebs als gesichert.
Die gutartigen Veränderungen der Brust sind

  • Mastopathie
  • Mastodynie
  • Zyste
  • Pappillom
  • Fibroadenom
  • Mastitis
  • Abszess

Mastopathie:

Bei dieser Veränderung kommt es zur knotigen Vermehrung des Bindegewebes (fibröse Mastopathie) und zur Bildung von Zysten (fibrös-zystische M.) Sie ist sehr schmerzhaft. Mastopathie ist die häufigste gutartige Erkrankung der Brust .Sie tritt zwischen dem 35 und 55 Jahr auf. Der schwerste Grad erhöht das Risiko fünffach einen bösartigen Krebs zu bekommen.

Mastodynien:

Schmerzhafte Spannungs- und Schweregefühlsempfindungen. Meistens in der zweiten Hälfte des Zyklusses im äußeren oberen Quadranten.

Zyste in der Brust:

Die Brust besteht unter anderem aus Drüsenläppchen, die Flüssigkeit produzieren. Ist bei einem solchen Läppchen der Ausführungsgang für die Flüssigkeit verstopft, füllt es sich mit der Flüssigkeit und wird grösser.
Zysten können schmerzhaft sein, vor allem wenn sie prall gefüllt sind.

Papillom:

Papillome sind kleine gutartige Gewächse aus Bindegewebe, die baumartig verzweigt sind. Sie kommen in den Milchgängen vor, wo sie eine der häufigsten Ursachen für Flüssigkeitsaustritt (eventuell blutige Sekretion) aus der Brustwarze darstellen.
Das Risiko, dass sich ein Papillom sich zu Brustkrebs entwickelt liegt bei etwa 5-10%.

Fibroadenom, Knoten in der Brust:

Das Fibroadenom ist ein derbes, oft rundlicher Knoten, das gut verschiebbar ist und kaum Beschwerden macht. Es ist hormonabhängig und kann zu Vorwölbungen an der Brust führen.

Mastitis:

In der Regel gutartig. Die Mastitis ist eine bakterielle Entzündung der Milchdrüsen. Oft tritt sie bei stillenden Müttern auf.
Die Brust ist gerötet, geschwollen, überwärmt und äußerst schmerzhaft. Meistens geht sie mit Fieber und geschwollenen Lymphknoten in der Achsel einher.

Abszess

Abszess ist eine umkapselte Eiteransammlung, die an einer Körperhöhle auftritt.
Eine Ansammlung von Eiter, der sich vom benachbarten Gewebe abkapselt.

In den meisten Fällen entstehen Abszesse durch eine bakterielle Infektion, für die vorwiegend das Bakterium Staphylococcus aureus verantwortlich ist.

Zu den Symptomen eines Abszesses gehört die Bildung von rötlichen Knoten, die sehr schmerzhaft sind. Auch die Region um den Abszess herum kann schmerzen. In den meisten Fällen bilden sich Abszesse wieder von selbst zurück.

Manchmal jedoch ist jedoch die operative Eröffnung des Abszesses erforderlich.

Die Operation wird unter einer Regionalanästhesie oder in einer Vollnarkose durchgeführt. Der behandelnde Chirurg führt einen Schnitt zur Abszesshöhle. Da durch den Schnitt eine Öffnung entsteht, kann der Eiter nun abfließen.

Um dem Eiter den weiteren Abfluss zu ermöglichen, wird der Schnitt offen gelassen. Unterstützt werden kann die Abheilung durch das Einlegen eines Drainagesystems oder von Antibiotikaträgern.

Nach der Spaltung des Abszesses kommt es in den meisten Fällen zu einem raschen Abklingen der Beschwerden. Bis der Abszess völlig abheilt, dauert es jedoch ein paar Wochen.

Mehr über die gutartigen Veränderungen der Brust finden Sie hier: => gutartige Veränderungen

 

Die juvenile Mammahyperplasie bei jungen Frauen,

das übermäßige Wachstum der Brüste bei heranwachsenden Mädchen. Wegen der Seltenheit der Erkrankung gibt es keine verbindlichen Behandlungsmethoden.

Die häufigste Behandlung ist eine Reduktionsplastik der Brust, trotz einer gewissen Gefahr des erneuten Auftretens eines weiteren Brustwachstums. Sicherer scheint die komplette Entfernung der Drüsenkörpers (subcutane Mastektomie) zu sein. Dieser Eingriff führt aber zu weniger befriedigenden kosmetischen Ergebnissen. Eine Nachbehandlung mit Tamoxifen scheint die Rezidivrate zu senken.

Von der juvenile Mammahyperplasie abzugrenzen ist die beidseitige benigne juvenile Fibroadenomatosis der Brust im Adoleszentenalter. Die floride juvenile Fibroadenomatosis (JF) der Mamma ist eine sehr seltene Erkrankung des pubertierenden Mädchens. Es handelt sich hierbei um eine gutartige Veränderung, die ein foudroyantes Wachstum zeigen kann. Die Genese ist bislang nicht geklärt.

Brustkrebs, Mama Carcinom

Brustkrebs ist bei den Frauen die häufigste bösartige Tumorart. Jährlich erkranken ca.70.000 Frauen an Krebs. Davon sterben ca.17.000. Statistisch ist die linke Brust häufiger von Krebs befallen.

Warum eine Frau an Brustkrebs erkrankt, ist oft unklar. Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber einige Risiken nachweisen können: Dazu gehören beispielsweise Übergewicht, der übermäßige
Konsum von Alkohol, und eine familiäre Vorbelastung. Auch das Alter einer Frau ist ein wichtiger Faktor.

Zu den häufigsten Arten gehören:

  • Das invasive duktale Karzinom (Milchgangkrebs). Dieser Krebs, der rund 80 Prozent aller Mammakarzinome ausmacht, entwickelt sich vorwiegend aus den Zellen der Milchgänge. Er entsteht in viele Fällen aus der Vorstufe eines nichtinvasiven duktalen Carcinoma in situ.
  • Das lobuläre Karzinom (Läppchenkrebs). Es geht von den Drüsenläppchen aus. Seine Häufigkeit liegt bei rund 15 Prozent. Das lobuläre Karzinom ist häufiger als andere Krebsarten in beiden Brüsten zu finden (multizentrisches Wachstum). Dieser Krebs kann häufig ohne einen entsprechenden Tastbefund auftreten und ist in der apparativen Diagnostik manchmal schwer zu erkennen. Ein mehrfaches Auftreten von mehreren voneinander entfernten Stellen und Auftreten in beiden Brüsten ist nicht selten.

 

Tumorstadium Klassifikation, TNM

Eine weltweit einheitliche Stadieneinteilung bei Brustkrebs, die in ähnlicher Weise auch bei anderen Krebserkrankungen angewendet wird – das so genannte TNM-Schema.

  • T“ steht dabei für die Ausdehnung des Primärtumors, d.h. für dieTumorgröße. Je höher die Zahl nach dem T, desto größer ist der Tumor.
  • N“ steht für die befallenen Lymphknoten (Nodus = Knoten). Je höher die Zahl nach N, desto weiter ist der Befall der Lymphknoten fortgeschritten. N0 = keine, N1 = 1 bis 3 in der Achsel, N2 = 4 bis 9 in der Achsel, N3 = 10 oder mehr in der Achsel oder in der Umgebung von Schlüsselbein
  • M“ steht für Absiedlungen (= Metastasen). Gemeint sind hier Fernmetastasen, die weiter entfernte Bereiche des Körpers befallen haben, z.B. die Lunge, Leber oder Knochen.

Früherkennung

Frauen ab dem 30. Lebensjahr steht im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung einmal jährlich eine kostenlose Untersuchung der Brust zu. Der Frauenarzt tastet dabei Brust und Achselhöhle gründlich ab. Er überprüft die Haut, die Brustwarze und die Form der Brüste. Außerdem sollte der Arzt jede Frau dazu anleiten, ihre Brust einmal im Monat selbst zu untersuchen. Wichtig dabei ist, auf Knoten und Veränderungen der Brust zu achten.

Mammographie-Screening

Die Krankenkassen bieten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eine qualitätsgesicherte Röntgenuntersuchung der Brust an, zu der sie alle zwei Jahre eingeladen werden (Mammographie-Screening-Programm).

Behandlung

Steht die Diagnose Brustkrebs fest, ist in den meisten Fällen ein chirurgischer Eingriff notwendig. Heute kann jedoch in bis zu 80 Prozent aller Fälle brusterhaltend operiert werden. Der chirurgische Eingriff umfasst häufig nicht nur die Brust, sondern auch die Lymphknoten in den Achselhöhlen. Um die bei einer Operation nicht entfernten Krebszellen zu vernichten, ist anschließend eine Strahlenbehandlung der Brust notwendig. In bestimmten Fällen empfehlen die Ärzte außerdem eine Chemotherapie oder eine Hormontherapie. Viele Tumoren der Brust wachsen östrogenabhängig. Verändert man den Hormonhaushalt, beispielsweise mit so genannten Antiöstrogenen, kann die Entstehung von Metastasen verhindert, eventuell sogar ein Rückgang der Krankheit erreicht werden.

Mehr über den Brustkrebs finden Sie hier: => Brustkrebs


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