Büstenhalter gibt es seit 100 Jahren


Büstenhalter gibt es seit 100 Jahren

 

erste BHDer erste Büstenhalter wurde am 12. Februar 1914 von Amerikanerin Mary Phelps Jacobs zum Patent angemeldet.

Auf dem Bild der von ihr 1914 patentierte BH)

 

 

Kleidungsstücke, die ohne viel Drumherum die weibliche Brust verdecken, gab es schon vorher. Selbst auf römischen Mosaiken sieht man Frauen in etwas, was man heute Bandeau-Bikini nennen würde.
Auch Wikingerinnen trugen angeblich Büstenhalter.

Erste Patente auf solche Kleidungsstücke gab es Ende des 19. Jahrhunderts in Europa und den USA. Doch viele Frauen trugen seit Jahrhunderten an einer Stelle das gleiche: Korsetts. Die sorgten für Halt und schlanke Taillen und schienen ihnen alternativlos.

Um 1810 ist der erste Schnürmieder entstanden:  der Körper der Biedermeierfrau sollte zierlich und zerbrechlich aussehen.

Seit 1828 gibt es ein mechanisches Korsett (Krinoline) mit eingeschlagenen Metallösen wurde unter der Oberbekleidung getragen. Sie stützte mit Fischbein oder sogar Stahlstangen die bodenlangen, bis zu sechs Meter breiten Kleider der Damen.

Mary Phelps Jacobs störten die Walknochen, die das Gerüst des Korsetts bildeten, weil die drückten und zudem unter dem Kleid zu sehen waren. Die gerade 19-Jährige schnitt das Korsett einfach unter der Brust ab und versah den Rest mit ein paar Trägern, die sich seitdem nicht wesentlich verändert haben.
Was Jacobs im Jahr 1914 zum Patent anmeldete, war der moderne Büstenhalter.

Noch in dem selben Jahr verkaufte die geschäftstüchtigere Amerikanerin Mary Jacobs ihr Patent  für 1500 Dollar  an die Warner Brothers Corset Company.

Dann sorgte der Krieg in Europa für einen Aufschwung des Kleidungsstückes: Weil alles knapp wurde, sollten amerikanische Frauen doch lieber sparsame Büstenhalter statt Mieder tragen, hieß es.
Da der BH viel bequemer als die Korsetts war, setzte sich rasend schnell durch.

um 1920,  nach dem ersten Weltkrieg sollten die Frauen knabenhaft aussehen, mögliche Rundungen an Brust oder Hüften mussten irgendwie versteckt werden. Die Hemdhose wurde das typisch weibliche Kleidungsstück der 20er Jahre.

Die BHs von damals hatten nur einen Nutzen: Sie sollten den Busen einfach platt drücken.

Für den großen Geldbeutel gab es Brusthalter aus Seide oder Batist, die ärmeren Frauen mussten mit einem aus Leinen vorlieb nehmen.

um 1930 wurde BH-Vamp(USA)  gesellschaftsfähig. Rund geformte Büstenhalter, elastische Hüftgürtel und figurbetonte Korsetts zeigten unter engen, wadenlangen Kleidern üppige Rundungen.

Anfang 1930 wurden auch Standardgrößen für BHs eingeführt: => BH Gröse, Formen

Seit 1937 wurde der BH  offiziell als “Büstenhalter” bezeichnet.

Seit 1941  gibt es die ersten trägerlosen BH, entwickelte durch Howard Hughes für Jane Russell im Film “The Outlaw”.

Im Jahr 1968 Flower-Power-Bewegung und Studenten-Revolten brachten öffentliche BH-Verbrennungen, als Symbol der Befreiung der Unterdrückung der Frauen. Feministinnen lehnten den von einer Feministin erfundenen BH ab und verbrannten ihn öffentlich.

Im Jahr 1977 entsteht der Sport-BH:  während der Joggingwelle in den USA wurden einzelne Modelle von Läuferinnen selbst genäht. Diese Idee wurde von der Industrie sofort übernommen.

Im Jahr 1994 kommt der Wonder-Bra  auf den Markt.

Im Jahr 1999 kommt der “Ultimo-Bra”  auf den englischen Markt. Der neue BH betont die Brüste durch Gel-Polster – und die machen jede Körperbewegung mit! Sie ähneln Implantaten, mit denen Busen operativ vergrößert werden.

Geschichten um den BH:

In Kanada schmuggelten eine Mutter und ihre Tochter 59 000 Dollar in den vier Körbchen über die Grenze.

In Uganda wurden Polizistinnen angehalten, Frauen an die Brüste zu greifen auf der Suche nach BH-Bomben.

Ein britisches Schlachtschiff hisste einen drei Meter großen BH, um für Brustkrebsvorsorge zu werben.

Belgiens Armee bekam hingegen Ärger, weil sie den Büstenhalterzuschlag für Soldatinnen abschaffte.

Rudi Carrell sorgte für diplomatische Verwicklungen, als er Irans Ajatollah Khomeini per Filmmontage in Büstenhaltern wühlen ließ.

Männer träumen von Doppel-D, obwohl es diese Körbchengröße in Deutschland gar nicht gibt.

Einer Untersuchung zufolge kennt jede zweite deutsche Frau ihre BH-Größe nicht, jede dritte trage zu kleine Büstenhalter.

 

Nicht wenige Frauen mit großen Brüsten tragen heute “Minimizer”, um einfach nicht angestarrt zu werden.
Andere wiederum helfen mit “Wonderbra” und anderen Tricks nach, um mehr vorzugaukeln, als eigentlich drin ist.
Ein volles Dekolleté gilt für viele als attraktiv.

Wer es lieber teuer will: Eine Modekette, die fast nur vom Verkauf von Büstenhaltern lebt, bringt regelmäßig diamantbesetzte Modelle auf den Markt. Der teuerste bisher: 15 Millionen Dollar, 11 Millionen Euro.

weitere Infos über Busen, Brüste und BH:  =>  verschiedene Infos


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