Brust, Busen Grundwissen


Die Brust

Die weibliche Brust, Brüste oder Busen ist vor allem ein Symbol für Weiblichkeit.weibliche Brust, wie ist sie gebaut Sie gehört sie zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen.

Sie liegt oberhalb des auf den Rippen aufliegenden großen Brustmuskels (Musculus pectoralis major) und besteht aus Fett- und Bindegewebe sowie dem Milchdrüsenkörper, der wiederum aus Drüsenlappen und Drüsengängen besteht. Nach der Geburt eines Kindes produziert sie Muttermilch zur Ernährung des Neugeborenen. Zur Brust gehört die darüber liegende Haut, Brustwarze und Warzenhof. Blut und Lymphgefäße, die die Brust durchziehen, versorgen das Brustgewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen bzw. sorgen für einen Abfluss der Lymphflüssigkeit.

Lymphknoten die in unterschiedlichen Körperregionen lokalisiert sind, zum Beispiel in den Achselhöhlen, dienen als Filterstationen in denen körperfremde Substanzen, Krankheitserreger, aber auch Krebszellen, abgefangen werden. Die Brust ist zudem von Nerven durchzogen. Zahlreiche Blutgefäße versorgen das Brustgewebe mit Hormonen und Nährstoff.

Aussehen, Größe und Beschaffenheit der Brust sind bei Frauen sehr unterschiedlich. Neben dem weichen Brustgewebe besteht sie noch aus der Brustwarze mit dem Warzenhof (Areola) und Talgdrüsen (Montgomerysche Drüsen), die manchmal wie Pickel aussehen.

Um nach der Geburt eines Kindes Muttermilch zu seiner Ernährung zu produzieren, gibt es in den Brüsten ein ganzes System von Zellen, das vom Aufbau her an ein Bündel Trauben erinnert. Die milchausscheidenden Drüsenläppchen (Lobula) wären dabei die „Trauben“, die gruppenweise vorhanden sind. Die tragenden „Zweige“ sind die so genannten Milchgänge (Ductuli), die Milch von den Drüsen zur Brustwarze transportieren. Drüsen und Milchgänge sind von Fettgewebe umgeben. So erhalten die Brüste ihre Form und Weichheit.

Die Menge an Fettgewebe – und somit auch die Größe der Brüste – ist von Frau zu Frau verschieden.

Zahlreiche Blutgefäße versorgen das Brustgewebe mit Hormonen und Nährstoffen. Zu bestimmten Zeiten sind diese Gefäße prall gefüllt: während des Menstruationszyklus, der Schwangerschaft und sexueller Erregung. Die Veränderungen während des monatlichen Zyklus hängen mit wechselnden Hormonspiegeln zusammen.
Östrogen und später auch Gestagen sorgen dafür, dass sich der Busen durch vermehrte Wassereinlagerung und stärkere Blutfülle etwas verfestigt. Die Brustdrüsen schwellen dabei an und vermehren die Zahl ihrer Zellen. Durch diese Veränderungen bereitet sich der Körper auf eine eventuelle Schwangerschaft und die dann folgende Milchproduktion vor.

Wird die Frau aber nicht schwanger, bilden sich die Brüste in ihren Ausgangszustand zurück. Im Laufe der Jahre können die Brüste durch diese Veränderungen knotig werden. Diese Knoten bestehen aus Bindegewebe und kleinen Zysten, daher werden sie auch als fibrozystische Brustveränderungen (fibrozystische Mastopathie) bezeichnet.
Kurz vor der Monatsblutung sind die Knoten am stärksten ausgeprägt, und viele Frauen haben dann in der Brust ein erhebliches Spannungsgefühl. Die Veränderungen verschwinden meist mit Eintritt der Wechseljahre.

Nach einer Schwangerschaft werden die Brüste meist wie entleert, erscheinen schlaff, hängend und die Brustwarzen werden tiefer. Der pralle Dekolleté gibt es oft nicht mehr.

Bei Frauen, die östrogenhaltige Medikamente einnehmen oder deren Nebennieren weiterhin große Mengen von Geschlechtshormonen produzieren, können sie aber bestehen bleiben.

Ein erfahrener Arzt kann diese gutartigen Veränderungen in der Regel von bösartigen Knoten unterscheiden, da sie sich mit dem Zyklus verändern und sich auch etwas anders anfühlen als ein Brusttumor.

Kleine Gefäße (Lymphgänge) verlaufen zwischen den Weibliche Brust LymphabflusswegeLymphknoten und transportieren aus der Brust überschüssige Flüssigkeiten und darin gelöste Verunreinigungen ab. Lymphgänge verlaufen zwischen Schultern und Brustwarzen und führen zu den Lymphknoten in der Achselhöhle sowie zwischen den beiden des Brustbeins, die unter den Rippen liegen.
Lymphgänge und -knoten bilden zusammen das lymphatische System, das ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems unseres Körpers ist. Die Lymphknoten enthalten einen besonders hohen Anteil von weißen Blutkörperchen und filtern körperfremde Substanzen und Organismen wie Bakterien, Viren und Tumorzellen heraus.

Jede Brust sieht anders aus. Wie schnell sich deine Brüste entwickeln, wie groß sie werden und welche Form sie haben, ist bereits in deinen Genen festgelegt. Die Brüste und Brustwarzen unterscheiden sich in vielen Variationen in Größe, Form und Färbung.

Entwicklung der Brust

Das Wachstum von Busen beginnt im Durchschnitt mit etwa 11 Jahren und dauert ungefähr 4 Jahre. Doch es ist auch völlig normal, wenn das Wachstum bereits vor dem 11. Lebensjahr beginnt oder bis ins 19. Lebensjahr hinein andauert. Die weibliche Brüste entwickelt sich in fünf Phasen:

  1. Anfangs – in der so genannten Vorpubertät – sind die Brüste noch flach und die Brustwarze ist nur eine kleine Erhebung.
  2. Wenn die eigentliche Pubertät beginnt, entwickeln sich die Brustdrüsen mit dem darunter liegenden Milchdrüsen- und Fettgewebe und bilden den ersten Ansatz der Brust.
  3. Die Brustwarze färbt sich dunkel.
  4. Die Umrandung der Brustwarze, der so genannte Warzenvorhof, bildet eine eigene Erhebung.
  5. Die Umrandung der Brustwarzen schwillt wieder ab, kann aber bei manchen Frauen auch weiter bestehen bleiben.

 

Es gibt sehr viele verschiedene Formen von Brustwarzen. Während der Entwicklung des Milchdrüsengewebes kommt es manchmal vor, dass eine milchig-klare Flüssigkeit aus den Brustwarzen austritt, die beim Trocknen eine weißliche Kruste hinterlässt.

Kein Grund, sich Sorgen zu machen! Das sind nur einige Tropfen Muttermilch, die während der Brustentwicklung vom Milchdrüsengewebe abgegeben werden.



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